Gesundheits -und Sportzentrum, Physiotherapie, Fitness, Wellness, Rehasport
Jörg Gartmann
Hamburger Str. 19
22941 Bargteheide

Telefon: (04532) 2 25 40
Fax: (04532) 2 27 19
E-Mail: physio.gartmann@t-online.de

13 Parkplätze inklusive eines Behindertenparkplatzes stehen Ihnen zur Verfügung. Der Haupteingang unseres Gesundheits-und Sportzentrums befindet sich auf der Rückseite.


Schreiben Sie uns!



Alle Felder mit einem * müssen ausgefüllt werden.


Captcha - nicht lesbar? Klicken Sie auf das Bild
Captcha - grafischer Zugangscode

Montag:
07:30 - 20:00 Uhr
Dienstag:
08:00 - 20:00 Uhr
Mittwoch:
07:30 - 20:00 Uhr
Donnerstag:
08:00 - 20:00 Uhr
Freitag:
07:30 - 17:00 Uhr

Gesundheits-News

Tag der Rückengesundheit am 15. März 2024

Ein stechender Schmerz im Rücken, ein Ziehen am Gesäß oder sogar ein Kribbeln in Armen und Beinen: Drei von vier Deutschen leiden mindestens einmal im Leben unter Rückenschmerzen, manche dauerhaft. Vor allem bei chronischen Rückenschmerzen muss die Therapie passgenau und auf die individuellen Bedürfnisse zugeschnitten sein. „Dein Kompass zur Rückengesundheit“ lautet daher das Motto zum Tag der Rückengesundheit 2024. Der Aktionstag wird von der Aktion Gesunder Rücken (AGR) e. V. und dem Bundesverband deutscher Rückenschulen (BdR) e. V. jährlich am 15. März veranstaltet, um gemeinsam mit Fachleuten auf wirksame Vorsorge- und Behandlungsmöglichkeiten aufmerksam zu machen. Interessierte können bundesweit an zahlreichen Vor-Ort- oder Online-Veranstaltungen teilnehmen. Eine Übersicht bietet der Veranstaltungskalender auf: www.agr-ev.de/tdr

Rückenschmerzen sind neben Kopfschmerzen das häufigste Schmerzproblem in Deutschland. In einer Umfrage des Robert-Koch-Instituts bestätigten zwei Drittel der Befragten, dass sie in den letzten 12 Monaten unter Rückenschmerzen gelitten hätten. 15,5 Prozent der Befragten berichteten sogar von chronischen Rückenschmerzen, die länger als drei Monate anhalten. Rückenbeschwerden haben ein hohes Risiko für eine Chronifizierung und schränken die Lebensqualität stark ein. Soziale Kontakte, Reisen, Bewegung – alles wird mühsamer oder sogar undenkbar. Zudem entsteht ein großer volkswirtschaftlicher Schaden: Rückenschmerzen verursachen die meisten Arbeitsunfähigkeitstage.

Die Aktion Gesunder Rücken (AGR) e. V. und der Bundesverband deutscher Rückenschulen (BdR) e. V. wollen dies aktiv ändern: Gemeinsam veranstalten sie jährlich am 15. März den Tag der Rückengesundheit, um auf die Möglichkeiten zur Vorsorge und Behandlung von Rückenschmerzen hinzuweisen. Betroffene suchen oft monate- und sogar jahrelang nach wirksamen Behandlungen und Lösungen für ihre Schmerzen. „Mit dem diesjährigen Motto `Dein Kompass zur Rückengesundheit´ wollen wir den Menschen im Dschungel unzähliger Angebote und Empfehlungen Orientierung geben“, sagt Detlef Detjen, Geschäftsführer der AGR. „Jeder Mensch ist einzigartig und muss seinen individuellen Weg finden.“ Im Mittelpunkt des diesjährigen Aktionstages stehen zehn Empfehlungen, die wissenschaftlich untermauert sind. Praktisch erlernen und erleben kann man diese in zahlreichen Vor-Ort- und Online-Veranstaltungen, die rund um den 15. März bundesweit stattfinden.

Ein Tag ganz im Zeichen der Rückengesundheit

Aktuelle internationale Versorgungsleitlinien empfehlen, die medikamentösen und chirurgischen Behandlungen von Rückenbeschwerden zu reduzieren. Im Vordergrund sollen das körperliche Training und die Vermittlung von Fakten zur Rückengesundheit stehen. Und genau an diese Forderung knüpft das diesjährige Motto zum Tag der Rückengesundheit an.

„Jeder Mensch ist einzigartig, daher wollen wir wissenschaftlich fundierte Empfehlungen bieten, die aber individuell auf die jeweiligen Bedürfnisse abgestimmt sein müssen“, sagt Ulrich Kuhnt, Vorsitzender des Direktoriums beim BdR sowie Sportwissenschaftler und Leiter der Rückenschule Hannover. „Es kann nicht den einen Weg zur Rückengesundheit geben, sondern jeder muss an seinen persönlichen Stellschrauben drehen.“ (Rücken-) Gesundheit sei bio-psycho-sozial zu betrachten, so Kuhnt. Sowohl der Körper als auch das seelische und soziale Wohlbefinden beeinflussen den Gesundheitszustand. „Wer sich schon viel bewegt, hat vielleicht noch Nachholbedarf im Hinblick auf Stressmanagement und Entspannung – oft kann man auch die Ernährung noch ausgewogener gestalten“, ergänzt Detlef Detjen.  Unabhängig vom Tag der Rückengesundheit sieht sich die Aktion Gesunder Rücken e. V. grundsätzlich als Wegweiser für ein Leben ohne Rückenbeschwerden. Sie informiert seit über 25 Jahren über Rückengesundheit und zeichnet ergonomische Produkte nach umfassender Prüfung durch ein Expertengremium mit dem AGR-Gütesiegel aus.

Wegweiser zur Rückengesundheit

Der Tag der Rückengesundheit lädt Gesundheitsexpertinnen und -experten dazu ein, ihre Türen für Interessierte zu öffnen, um auf die vielfältigen Angebote hinzuweisen. Im Veranstaltungskalender auf www.agr-ev.de/tdr können Therapierende, Praxen, Apotheken, Fitnessstudios oder Rückenschulen ihr Angebot kostenlos eintragen. AGR und BdR unterstützen mit wissenschaftlich fundierten Informationen, Öffentlichkeitsarbeit und Promotionsmaterial: www.agr-ev.de/tag-der-rueckengesundheit/infos-fuer-veranstalter

10 Empfehlungen für einen gesunden Rücken
Dein Kompass zur Rückengesundheit: Der Weg zu einem gesunden Rücken ist individuell. Wer für seine Rückengesundheit aktiv werden will, kann sich an 10 wissenschaftlich fundierten Empfehlungen von der Aktion Gesunder Rücken e. V. und dem Bundesverband deutscher Rückenschulen e. V. orientieren. Eine detaillierte Beschreibung gibt es im kostenlosen Booklet zum Tag der Rückengesundheit auf: www.agr-ev.de/tdr

  1. Gefühl: Vertraue Deinem inneren Kompass
  2. Aktivität: Baue Bewegung in Deinen Alltag ein
  3. Balance: Bringe Kopf und Becken ins Gleichgewicht
  4. Kraft: Stärke täglich Deine Rumpfmuskeln
  5. Zuversicht: Bleib auch bei Rückenschmerzen aktiv
  6. Entspannung: Fördere Deine psychische Ausgeglichenheit
  7. Lebensfreude: Pflege Deine sozialen Beziehungen
  8. Ergonomie: Gestalte Dein Umfeld rückenfreundlich
  9. Stoffwechsel: Unterstütze Deinen Körper durch bewusste Ernährung
  10. Schlaf: Nutze die Nacht als Zeit der Regeneration

Der Tag der Rückengesundheit macht jedes Jahr am 15. März deutschlandweit auf die Bedeutung der Rückengesundheit aufmerksam und informiert wissenschaftlich fundiert über Möglichkeiten zur Rückenschmerzprävention. Veranstalter sind die Aktion Gesunder Rücken (AGR) e. V. und der Bundesverband deutscher Rückenschulen (BdR) e. V. Bundesweit finden Vor-Ort- und Online-Vorträge, Ausstellungen und Mitmachaktionen für ein rückengesundes Leben statt. Praxen, Vereine und Fitnessstudios öffnen ihre Türen mit speziellen Gesundheitsangeboten. Fachleute tauschen sich im Vorfeld in einem Expertenworkshop über die neuesten wissenschaftlichen und medizinischen Erkenntnisse aus, die anschließend praktisch erprobt werden. Weitere Informationen und Veranstaltungskalender unter: www.agr-ev.de/tdr

26.02.2024 DGA | Quelle: Aktion Gesunder Rücken (AGR) e.V.

Bei Trennung, Scheidung, Patchworkfamilie

Eine Trennung oder Scheidung hat ebenso wie das Leben als Patchworkfamilie immer Auswirkungen auf alle, insbesondere auf die Kinder. Die Folgen können sich auf ungeahnte Art und Weise zeigen; manchmal sind sie für die Eltern gar nicht sichtbar. „Kinder erleben eine Gefühlsachterbahn aus Ängsten und Selbstvorwürfen, wenn das propagierte Vorbild einer intakten Familie aus Vater, Mutter, Kind bröckelt oder neue Personen in das Familiensystem kommen“, bestätigt Sarah Henry, Ergotherapeutin im DVE (Deutscher Verband Ergotherapie e.V.). Jedoch denken Erwachsene in einer Phase, in der sie sich selbst in einer emotional stark belasteten oder finanziell angespannten Lage befinden selten daran, ihren Kindern die Sorgen oder Schuldgefühle zu nehmen. Oder hierfür professionelle Hilfe zu holen. Dabei können spezialisierte Ergotherapeut:innen frühzeitig Kinder und Eltern unterstützen, damit alle Familienmitglieder eine solche Krise möglichst unbeschadet überstehen oder bei einem Neuanfang gut zusammenwachsen.

Oft gehen einer Trennung Konflikte voraus, die Eltern vermehrt vor den Kindern austragen. Doch unabhängig davon, ob es im Vorfeld Konflikte gibt oder nicht, stellen sich Kinder häufig Fragen wie: Bin ich schuld daran, dass Mama und Papa sich nicht mehr liebhaben? Sich streiten? Oder „am Ende“: sich trennen? „Kinder dürfen bei einer Trennung oder Scheidung nicht alleine gelassen werden“, betont die Ergotherapeutin Sarah Henry. Bei allem Verständnis für die Not der Eltern sagt sie: „Niemand hat sich eine solche Situation ausgesucht, aber die Kinder haben es am allerwenigsten“. Gerade bei ihnen entsteht jedoch leicht der größte (Entwicklungs-)Schaden.

Die Trennung oder Scheidung gut verarbeiten Die Ergotherapeutin bittet Eltern eindringlich darum, am besten schon bei beginnenden Partnerschaftsproblemen sehr genau auf ihr Kind zu schauen: Hat es, sofern es bereits in der Schule ist, dort Schwierigkeiten? Wie verhält es sich zuhause? Ist es stiller? Aggressiver? Hat es Schlafprobleme? Oder tut es so – und das ist das Schlimmste, was passieren kann – als ob gar nichts wäre? Dann ist davon auszugehen, dass das Kind versucht, alles mit sich alleine auszumachen und es sich von seinen negativen Gefühlen abspaltet. „Die Bandbreite von Anzeichen ist groß und ließe sich beliebig fortsetzen“, berichtet Sarah Henry aus ihrer langjährigen Erfahrung als Ergotherapeutin. Ihr ergotherapeutischer Background prägt ihre Arbeit und sie lenkt ihren Blick immer wieder auf das Ganze, also auch auf das Umfeld. Ist die Person, die erkennen soll, dass das Kind ein Problem hat, emotional dazu in der Lage? Wollte sie die Trennung und wie hat sie diese bisher verarbeitet? Was projiziert sie möglicherweise in das Kind oder die Kinder beziehungsweise empfindet sie die Probleme der Kinder als zusätzliche Belastung? Häufig geraten Kinder zwischen die Fronten, werden instrumentalisiert oder entwickeln durch das Verhalten und die Aussagen der Eltern Loyalitätsprobleme. Doch wäre es im Sinne eines gesunden Erwachsenwerdens für die Kinder entscheidend, wenn die Eltern ihre eigenen Bedürfnisse zur Seite stellen und im Sinne des Kindeswohls handeln.

Professionelle Unterstützung durch Ergotherapeut:innen für die gesamte Familie „Es gibt eine Vielfalt ergotherapeutischer Ansätze und Möglichkeiten, um in solchen Lebenslagen vernünftige, gut umsetzbare Verhaltens- und Bewältigungsstrategien zu erarbeiten – und zwar für alle; für die Eltern ebenso wie für die Kinder“, verweist Henry auf eine sinnvolle und zielgerichtete Vorgehensweise, um die Paarprobleme losgelöst von der Rolle als Eltern anzugehen und parallel die Kinder zu stärken. Um Schlimmeres zu verhindern, ist es ratsam, bereits bei anfänglichen Problemen eines Kindes mit dem Arzt oder der Ärztin zu sprechen. Ein zugewandter Arzt beziehungsweise Ärztin wird bei Schwierigkeiten, die auf eine beginnende Verhaltens- oder Entwicklungsstörung beim Kind hinweisen, beispielsweise Ergotherapie verordnen. Mögliche Diagnosen sind das Verbessern der Sozialkompetenzen des Kindes, eine Anpassungsstörung oder eine depressive Episode. Eine ergotherapeutische Intervention ist auch in Hinblick auf die weitere Zukunft der Familie von großer Bedeutung. Häufig kommen nach einer Trennung oder Scheidung neue Partner:innen ins Spiel. Mit oder ohne eigene Kinder oder mit gemeinsamen Kindern – alles kann bei den Kindern aus der jeweiligen Ursprungsfamilie weiteren oder neuen emotionalen Stress bewirken. Umso wichtiger, aktuelle Probleme zeitnah anzugehen.

Wenn es sich neu zusammenfügt: die Patchworkfamilie „Zentrale Themen für Kinder in einer Patchworkfamilie sind Eifersucht und Konkurrenzerleben, Gefühle von Benachteiligung oder Ungerechtigkeit“, lässt die Ergotherapeutin einen kleinen Blick auf die Gefühlswelt von Kindern in einer solchen familiären Situation zu und ergänzt: „Neue Partner:innen und deren Kinder oder neue gemeinsame Kinder entfachen oft neue Verlustängste oder verstärken bereits vorhandene, sofern sie nicht zuvor therapiert wurden“. Auch Identitätsfragen wie: „Werde ich jetzt ersetzt? Oder: „Wo gehöre ich in diesem System hin?“ beschäftigen diese Kinder. Aus der täglichen Praxis als Ergotherapeutin weiß Sarah Henry wie es meistens abläuft, wenn neue Partner:innen in Erscheinung treten und wie das System bereits dadurch ins Schlingern gerät oder sich Fronten bilden. Sie schlägt eine behutsame Annäherung aller Beteiligter vor. An deren Gelingen macht sich letztendlich auch die Zukunftsfähigkeit einer neuen Beziehung fest. Die Ergotherapeutin legt Eltern nahe, neue Partner:innen allmählich und im eigenem Tempo der Kinder zu integrieren. Zunächst den- oder diejenige namentlich zu erwähnen, von Treffen zwischen Mama oder Papa mit der neuen Bekanntschaft zu erzählen und Fotos zu zeigen. Ein erstes persönliches Kennenlernen sollte, so die Ergotherapeutin, auf neutralem Boden stattfinden. Je nach Alter der Kinder legt sie den Eltern ans Herz, zusammen zu spielen. Und bereits im Vorfeld bei allen klarzustellen: Das Kind und wirklich nur das Kind steht im Fokus und nicht etwa die neue Person. Auch Diskussionen vor dem Kind sind absolut tabu. Wenn es etwas zu besprechen gibt, so kann das nach dem Treffen erfolgen.

Neue Rollenverteilung in der Patchworkfamilie „Falsche oder unausgesprochene Erwartungen sowohl der Eltern als auch der neuen Partner:innen sind häufig ein weiteres Dilemma“, sagt Henry und betont, dass sie Familien, die sie ergotherapeutisch betreut, immer wieder darauf hinweist, was ein Kind im jeweiligen Alter können kann. Und was für eigene Entwicklungsaufgaben es außer den familiären Herausforderungen gerade zu bewältigen hat: Lesen, Schreiben, Rechnen lernen, Pubertät und so weiter. Ergotherapeut:innen, die wie Sarah Henry ihren Schwerpunkt in der Paar- und Familientherapie haben, befähigen ihre Klient:innen, die jeweiligen (neuen) Rollen in der Patchworkfamilie klar zu definieren und den Kindern einfühlsam aber bestimmt zu kommunizieren. Strukturen und Klarheit sind essenziell. Kinder müssen wissen, wer hat wann das Sagen und welche Regeln gelten in der Patchworkfamilie. „Das hilft außerdem, Reaktionen der Kinder wie „Du bist nicht mein Papa/ meine Mama, Du hast mir gar nichts zu sagen“ zu verhindern“, erklärt Henry. Kommen neue, gemeinsame Kinder hinzu, verändert sich die Dynamik im Familiensystem, Probleme spitzen sich häufig weiter zu. Die Kinder aus der vorherigen Beziehung fühlen sich meist benachteiligt, weniger geliebt. Unbewusst „funktionieren“ diese Kinder dann besser und leisten umso mehr, um – auch das geschieht unbewusst – den Eltern zu gefallen und mit ihrer Liebe und Aufmerksamkeit „belohnt“ zu werden.

Ergotherapeut:innen enttarnen spielerisch familiäre Muster Ergotherapeut:innen setzen gerne die Arbeitsmethode des gezielten Beobachtens ein. Ins Spiel vertieft zeigen Kinder – und wenn es um die gesamte Familie geht auch die Eltern – unverfälscht ihre typischen Verhaltensweisen und persönlichen Eigenschaften. „Will jemand unter allen Umständen gewinnen, dominiert eine:r die anderen, wer hält sich akribisch an Regeln und fordert das vom Rest der Familie ein, wer schummelt, wer ist laut, wer wirkt unbeteiligt? Aus diesen Beobachtungen lassen sich die Verhaltensweisen im Familienalltag ableiten“, erklärt die Ergotherapeutin, wie sie eine Grundlage für die gemeinsame Reflexion schafft: Was ist und wer kann was und wie ändern. Ebenfalls sehr zielführend und für die Selbsterkenntnis wegweisend sind Rollenspiele mit vertauschten Rollen: Die Kinder schlüpfen in die Rolle der Eltern und andersherum. Beide können davon profitieren. Oft staunen Eltern, wie das Kind auf ihr schlechtes Benehmen in der Kinderrolle reagiert und welche Erziehungsmaßnahme es für Mama oder Papa bereithält. Genauso erhellend kann es im umgekehrten Fall auf Eltern wirken. Sie bekommen ungefiltert gezeigt, wie das Kind ihr Verhalten wahrnimmt. Auch danach leitet die Ergotherapeutin jede und jeden Einzelne:n an, zu reflektieren und Vorschläge und Ideen zu entwickeln, um in Zukunft etwas anders zu machen. „Es hat einen ungemein positiven Effekt auf die Familiendynamik, wenn alle gemeinsam auf die bestehenden Schwierigkeiten schauen, an Lösungen arbeiten, sich zunehmend sowohl in ihren individuellen Bedürfnissen und ebenso als gesamtes System wahrnehmen und bereit sind, etwas zu ändern, um sich als neue Familie zu finden“, fasst die Ergotherapeutin zusammen.

Informationsmaterial zu den vielfältigen Themen der Ergotherapie gibt es bei den Ergotherapeut:innen vor Ort; Ergotherapeut:innen in Wohnortnähe auf der Homepage des Verbandes unter https://dve.info/service/therapeutensuche

22.02.2024 DGA | Quelle: Deutscher Verband Ergotherapie e.V.

Europäischer Tag der Logopädie am 6. März 2024

Anlässlich des Europäischen Tages der Logopädie informiert der Deutsche Bundesverband für Logopädie e.V. (dbl) über die Möglichkeiten und Chancen, die die logopädische Expertise in Prävention, Beratung und Therapie für viele Menschen aller Altersgruppen bieten kann.

Ein wichtiges Feld ist dabei die Beratung und Unterstützung von Eltern hinsichtlich der Frage, wie die Sprachentwicklung ihrer Kinder unterstützen und fördern können. Wer nachfolgende Hinweise beachtet, schafft gute Voraussetzungen dafür, dass diese erfolgreich und entspannt verläuft.

Eltern sind Experten für das Befinden ihres Kindes

Eltern verfügen über eine angeborene Fähigkeit, sich sprachlich auf das Niveau ihrer Kinder einzustellen. Sie verstehen ihr Kind in der Regel auch ohne Worte und merken, wenn es ihm nicht gut geht, wenn es sich zurückzieht. Väter und Mütter können einschätzen, was ihr Kind sprachlich leisten kann. Sie sind es auch, die ihren Kindern sprachliche Vorbilder sind.
Eltern können die Sprachentwicklung ihres Kindes zwar nicht weiter vorantreiben, als es das komplexe Zusammenspiel aller Entwicklungsbereiche jeweils zulässt, sie können jedoch gute Bedingungen für die Entwicklung ihres Kindes schaffen.

Erfahrungen anbieten

Die Sprachentwicklung ist eingebettet in die Gesamtentwicklung des Kindes. Kinder benötigen  Erlebnisse im Alltag, um ihr Sprachvermögen aufbauen: Erfahrungen mit Bewegung, mit Gegenständen und Gefühlen, mit zwischenmenschlicher Verständigung, mit Problemlösungen und gemeinsamen Unternehmungen wie dem Einkaufen, mit Spielplatz- oder Zoobesuchen.

Auf die Intuition vertrauen

Kinder lernen Sprache spielerisch beim Erkunden ihrer Umwelt, beim Auseinandersetzen mit Dingen und Personen, beim Spielen. Die Natur hat uns hierfür gut ausgestattet: das Kind mit den nötigen Basisfähigkeiten wie Hören, Sehen, Schmecken und Tasten und mit einer Vorliebe für den zwischenmenschlichen Austausch und die Eltern mit einer intuitiven Anpassungsfähigkeit an die Möglichkeiten des Kindes. Eltern benötigen deshalb keine besondere Ausbildung, um ihr Kind zu verstehen – Einfühlungsvermögen und gutes Zuhören reichen aus.

Einfache Kommunikationstipps

Kleine Kinder benötigen noch etwas mehr Zeit, um ihre Gedanken zu auszudrücken. Es ist wichtig, das Kind aussprechen zu lassen und nicht zu verbessern, während es redet. Anstatt das Kind aufzufordern, etwas nachzusprechen, sollten Eltern in vollständigen, unkomplizierten Sätzen wiedergeben, was es gesagt hat (Beispiel: Kind: „Bus tommt“, Eltern: Ja, da kommt der Bus“). So zeigen Eltern ihrem Kind, dass sie es verstanden haben und bieten zudem ein korrektes Sprachvorbild an. Das Gefühl, in der Kommunikation ernst genommen zu werden, ist eine sehr wirksame Unterstützung des Spracherwerbs.

Gemeinsam Spaß haben

Singen, Tanzen, Bilderbücher anschauen und Geschichten erzählen – alles, was sich sprachlich begleiten lässt und Eltern und Kindern Freude bereitet, unterstützt den Spracherwerb. Grundsätzlich ist eine spielerische Atmosphäre hilfreich: Die kindgerechte Art zu lernen ist das Spiel. Eltern sollten sich täglich Zeit nehmen, die nur für Ihr Kind bestimmt ist und in der sie nicht parallel noch etwas anderes tun.

Schaden Fernsehen und Computer?

Fernsehen und Computer sind nicht generell schädlich. Aber der Umgang damit sollte sorgsam und altersgerecht gestaltet werden. Es ist ratsam, den Konsum zu begrenzen. Wenn Kinder Fernsehen oder Computerspiele nutzen, sollten Eltern mit ihnen über die Sendungen bzw. die Spiele sprechen: Was hat dem Kind besonders gefallen, wie hat es die Sendung oder das Spiel erlebt usw.

Weitere Informationen und zahlreiche Materialien zu den Themen Sprachentwicklung, Sprachförderung, Sprachstörungen und Mehrsprachigkeit finden Sie auf der Website des Deutschen Bundesverbandes für Logopädie e.V. (dbl) unter www.dbl-ev.de

Zum Europäischen Tag der Logopädie

Der Europäische Tag der Logopädie wird am 6. März 2024 zum zwanzigsten Mal begangen. In Deutschland ist er auch im „Jahresplaner Gesundheitstage 2024“ der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA) gelistet. Ins Leben gerufen hat ihn der Europäische Dachverband der Nationalen Logopädie-Verbände, ESLA. Dem Dachverband gehören 35 Verbände aus zahlreichen europäischen Ländern an, die mehr als 40.000 Logopäd*innen repräsentieren.

Wie Gehfähigkeit und Mobilität von Schlaganfallpatient:innen signifikant verbessert werden können

„Um Patient:innen stets die bestmögliche Behandlung bieten zu können, ist es von enormer Bedeutung, Therapiekonzepte regelmäßig zu überprüfen und weiterzuentwickeln. In einer neuen Studie mit dem SRH Gesundheitszentrum Waldbronn haben wir daher die Implementierung der 2015 veröffentlichten Leitlinie ReMoS (Rehabilitation der Mobilität nach Schlaganfall) untersucht, die über 250 evidenzbasierte Empfehlungen zur Mobilitätsverbesserung nach Schlaganfall umfasst und sich an wichtigen Zielkriterien wie Gehfähigkeit, -geschwindigkeit oder -strecke orientiert“, erläutert Prof. Dr. Claudia Barthel, Professorin im ausbildungsintegrierenden Bachelor-Studiengang Physiotherapie am Campus Stuttgart der SRH Hochschule für Gesundheit.

Dabei wurden 50 Studienteilnehmer:innen im Alter von 45 bis 88 Jahren wissenschaftlich begleitet. Die Ergebnisse, die in der Fachzeitschrift „pt Zeitschrift für Physiotherapeuten“ publiziert wurden, zeigen, dass das leitliniengerechte Therapiekonzept signifikante Verbesserungen in der Mobilität und Gehfähigkeit der Patient:innen nach Schlaganfall bewirken kann. Insbesondere die Gruppentherapie erwies sich als effektiv, um die Ressourcen der Therapeut:innen optimal zu nutzen und den Patient:innen eine alltagsorientierte Therapie zu ermöglichen.

Prof. Dr. Claudia Barthel betont: „Die Ergebnisse dieser Studie liefern wertvolle Erkenntnisse für die Entwicklung evidenzbasierter Therapiekonzepte in anderen Fachabteilungen. Besonders freut es uns, dass wir mit dieser Studie auch die Kooperationen innerhalb der SRH stärken konnten und auch eine Absolventin unseres Bachelor-Studiengangs beteiligt war.“

Hier geht’s zur Studie: https://physiotherapeuten.de/artikel/implementierung-der-remos-leitlinie-bei-schlaganfall/



x